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Zurückweichender Haaransatz: Was kann man tun?

Wenn die Haare beginnen auszufallen, erkennt man diesen Prozess zuerst an einem zurückweichenden Haaransatz. Es gibt mittlerweile zumindest einige Mittel und Wege, wie dem entgegengewirkt werden kann.

Die moderne medizinische Forschung hat in den vergangenen Jahrzehnten viele gesundheitliche Probleme in den Griff bekommen können und hat Medikamente entwickelt auch gegen schwere Krankheiten. Nur bei dem Thema des Haarausfalls warten die Patienten bis heute auf einen echten Durchbruch. Die Struktur von Haaren ist komplizierter als es den Anschein haben mag und viele Männer scheitern an der Aufgabe, das Zurückweichen des Haaransatzes aufzuhalten. Dabei gibt es mittlerweile Möglichkeiten, diesen Prozess zu verlangsamen und auch Frisuren, mit denen das Problem kaschiert werden kann. Auch Operationen, bei denen Haare verpflanzt werden, werden für solche Probleme angeboten.

Es ist noch nicht abschließend geklärt, wodurch der zurückweichende Haaransatz verursacht wird. Es scheint aber so zu sein, dass die Haarfollikel bei Männern mit Haarausfall eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber dem männlichen Sexualhormon Testosteron aufweisen und von diesem angegriffen werden. Zuerst resultiert dadurch eine Störung des Haarwachstumszyklusses, bis dieser nach einiger Zeit zum Stehen kommt und das Haar ausfällt. Der Haarfollikel ist dann nicht mehr in der Lage, einen weiteren Haarschaft zu bilden. Gerade in diesem Bereich hat man mit Medikamenten einen Ansatzpunkt zu finden versucht. Dabei sollten die Haarfollikel vor den Auswirkungen des Testosterons geschützt werden. Diese Medikamente sind seit einigen Jahren auf dem Markt, können aber nur ein Stoppen des Haarausfalls bewirken und kein Neuwachstum bereits ausgefallener Haare. Außerdem existieren auch entsprechende Tonika für die äußerliche Anwendung, die auf ähnlichen Wirk-Mechanismen basieren und die gleichen Nachteile aufweisen.

Der Haarausfall beim Mann weist einen charakteristischen Verlauf auf. Meistens beginnt die ganze Haarlinie etwas zurückzuweichen, bevor es dann zu einem verstärkten Haarausfall im Bereich der Schläfen kommt: Es entstehen die sogenannten Geheimratsecken. Häufig fangen die Haare dann auch bereits am Hinterkopf an auszufallen. In der Regel beginnt dieser Prozess zwischen dem dreißigsten und dem fünfzigsten Lebensjahr, es können aber auch junge Männer betroffen sein. Der allmähliche Haarausfall kann sich über viele Jahre hinweg entwickeln, es ist aber auch möglich, dass die Haare in nur sehr kurzer Zeit ausfallen. Die Radikalkur besteht dann darin, sich die Haare abzurasieren oder zumindest sehr kurz zu schneiden. Allgemein werden diese Frisuren empfohlen, da der Haarausfall hier weniger deutlich wird.

Falls der Haaransatz nur ein wenig zurückgewichen ist, wäre eine Haarverpflanzung eine weitere Möglichkeit, da die Kosten dann nur gering sind. Bei einer Vollglatze kann eine solche Operation schließlich sehr teuer werden. Das Zurückweichen des Haaransatzes in jungen Jahren muss aber nicht unbedingt etwas mit einer Haarausfallerkrankung zu tun haben, denn bei Männern verändert sich der Haaransatz beim Erreichen des Erwachsenenalters noch.