Ist aufregend anders

Mit Vollwärmeschutz der Schimmelpilzbildung vorbeugen

Die Fassadendämmung sorgt für weniger Energieverlust und kann so mithelfen, bares Geld zu sparen. Zusätzlich wird die Bildung von Schimmel verhindert, der zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann.

Der Vollwärmeschutz, in Fachkreisen Wärmedämmverbundsystem genannt, dient der Isolierung von Gebäudefassaden. Das Dämmmaterial, ein Stoff mit geringer Wärmeleitung, wird in Lamellen- oder Plattenform auf die Außenwand eines Gebäudes geklebt oder geschraubt. Auf die eigentliche Dämmung wird dann eine sogenannte Armierungsschicht aufgebracht, bevor die Arbeiten durch das abschließende Verputzen beendet werden. Häufig wird der Putz anschließend noch mit einem individuellen Anstrich versehen.

Wärmedämmverbundsysteme stellen erhöhte Anforderungen an die verwendeten Materialien: Diese müssen wesentlich robuster sein als Dämmstoffe im Inneren von Gebäuden. Nachwachsende Materialien eignen sich unter Umständen nicht, da sie eine erhöhte Brennbarkeit aufweisen - zudem können die Naturmaterialien viel Wasser aufnehmen, was eine Verwendung als Außendämmung ausschließt. Das gilt insbesondere im Winter, wenn die Temperaturen im Gebäude wesentlich höher sind als draußen – unter diesen Umständen kann es zum sogenannten Tauwasserausfall kommen. Das entstehende Kondenswasser kann für Schäden an der Wand und der Dämmung sorgen.

Feuchte Wände durch eine ungenügende Isolierung können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Menschen im betroffenen Gebäude haben. Die Feuchtigkeit begünstigt die Bildung von Schimmelpilzen – die Sporen dieser Pilze verbreiten sich durch die Luft im gesamten Haus und können für allergische Reaktionen oder Asthma sorgen. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit ohnehin geschwächtem Immunsystem sind durch Schimmelpilzsporen einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt.

Schimmelbefall erkennt man an Verfärbungen der Wand oder der Tapete – die betroffenen Stellen sind oft dunkler als der Rest der Oberfläche, in vielen Fällen fühlen sie sich feucht an. Besonders tückisch ist jedoch der Schimmel, der nicht erkannt wird – so kann sich der Pilz unbemerkt hinter der Tapete ausbreiten, ohne dass die Bewohner etwas bemerken. Dennoch kommt es zur Beeinträchtigung des Wohlbefindens, ohne dass die Betroffenen wissen, woher die auftretenden Gesundheitsbelastungen rühren. Häufig bringt erst der Besuch beim Arzt Klarheit, dass die Leiden auf eventuellen Schimmelpilzbefall der Wohnung zurückzuführen ist. Wer sich anschließend nicht selbst auf die Suche nach dem Pilz begeben möchte, der sollte einen Fachmann beauftragen – dieser weiß, nach welchen Merkmalen er suchen muss.